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  Vereinschronik 2
 
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1895 – 1914 Die Gründungsjahre

Am 15. Dezember 1895 fanden sich eine Handvoll Fußballinteressierte in der Wohnung von Dr.-Ing. Carl Schaper (Ecke Leonhardstraße / Adolfstraße) zusammen, um für eine gemeinsame Leidenschaft den »Fußball« (in dieser Zeit auch häufig als »Fußlümmelei« bezeichnet) einen Verein zu gründen. Der »Fußball- und Cricket Club Eintracht« wurde aus der Taufe gehoben. Zunächst gab es zwei Mannschaften, die untereinander neben Fußball auch Cricket und Football spielten. Die ersten Vergleiche mit anderen Vereinen fanden 1896 (gegen den Hannoverschen FV 78 und MTV Braunschweig) statt. 1897 gab es z.B. Spiele gegen Preußen Berlin 0:2 und 2:2, Germania Berlin 1:8 und Victoria Magdeburg 3:2. Noch war aber an eine reguläre Meisterschaft nicht zu denken, es wurden lediglich Freundschaftsspiele ausgetragen. Außerdem war der Fußball noch einige Jahre lang mit einem negativem Image bezeichnet. 1896 gab es in der rund 115.000 Einwohner zählenden Stadt Braunschweig gerade mal drei Fußballklubs, neben der Eintracht nämlich der FC Germania und Brunsviga Braunschweig.

Um die Jahrhundertwende trug die Eintracht ihre Spiele oft auf dem Leonhardplatz aus

Erste Schritte in Richtung von organisierten Meisterschaften wurden am 28. Januar 1900 getan, als der »Deutsche Fußballbund« , der DFB in Leipzig gegründet wurde. Mit dabei war Karl Stansch von Seiten der Eintracht, die somit Gründungsmitglied des DFB ist. Im Jahr 1902 konnte die Eintracht bereits drei Fußballmannschaften aufweisen, es dauerte aber noch bis zum 1.Mai 1904, dem Gründungsdatum des »Fußballverbandes für das Herzogtums Braunschweig«, bis endlich Meisterschaftsspiele in Braunschweig ausgetragen wurden. 1905 hatte die Eintracht die lokale Vorrunde gewonnen und spielte im ersten Jahr seiner Austragung gleich mit um die Deutsche Meisterschaft.
Nach einem 3:2 Sieg gegen Hannover 96 in der Vorrunde verpaßte die Eintracht durch ein 1:4 gegen den späteren Meister Union 92 Berlin den Einzug ins Finale.

1905 gab es noch zwei weitere bedeutende Ereignisse für den Verein: Der eigene Sportplatz an der Helmstedter Straße wurde am 8. Oktober eingeweiht und die Fußballmannschaft gab am 25. Dezember ihr Auslandsdebüt mit 3:8 Toren bei Slavia Prag.

Nach der Gründung des »Norddeutschen Fußballverbandes« wurde in den Folgejahren bis zum 1.Weltkrieg erst die Norddeutsche Meisterschaft ausgetragen, deren Sieger dann an der Deutschen Meisterschaft teilnehmen durfte. Hier hatte die Eintracht immer ein gehöriges Wort mitzureden. Fast jedes Jahr führte der Weg über Hannover 96 (die meistens besiegt wurden) und Viktoria Hamburg (bei denen es leider meistens eine Niederlage setzte). In den Jahren 1908 und 1913 aber konnte sich die Eintracht gegen die Viktoria durchsetzten und wurde Norddeutscher Meister. Spieler wie Ahlborn, Dette, Beber, Queck, Bülte, Mues, Stamm, Poppe, Schramm, Hagemann und Zenker bildeten die Meistermannschaft im Jahr 1908.

Der Norddeutsche Meister 1908: Eintracht Braunschweig

1906, 1907, 1909 , 1911 und 1912 stand die Eintracht im Finale um die Norddeutsche und verlor zwei mal gegen Viktoria Hamburg, zwei mal gegen Holstein Kiel und einmal gegen Altona 93. In dieser Zeit änderte der Verein am 12.10.1906 erstmals den Namen: Nun hieß der Verein »FC Eintracht«. Spätestens mit dem Besuch des Herzog Johann Albrecht am 8. März 1908 zu einem Spiel der Braunschweiger Eintracht vor 3000 Zuschauern, hatte der Fußball dann auch endlich sein negatives Image abgelegt. 1911 hatte die Mitgliederzahl 400 überschritten.

Zweite Norddeutsche Meisterschaft im Jahr 1913

Nachdem man in den Jahren 1905 bis 1913 jeweils nur lokal eng begrenzte Vorrunden (in der Spielklasse Braunschweig) ausgetragen hatte, so feierte in der Saison 1913/14 die „Verbandsliga Norddeutschland“ seine Premiere. Diese Klasse hatte die gleiche Ausdehnung wie heute der Regionalliga Nord und umfasste zehn Klubs, darunter Namen wie Werder Bremen, Hannover 96 und Holstein Kiel. Für die Blau-Gelben stand am Ende jedoch lediglich der fünfte Tabellenplatz zu Buche. Es sollte bis zum Jahr 1948 dauern, ehe wieder eine Liga mit dieser Ausdehnung in Norddeutschland existieren sollte, denn der ausbrechende erste Weltkrieg unterbrach die Weiterentwicklung des Fußballs.

 
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